Navigation überspringenSitemap anzeigen

Dr. med. vet. Christoph Peterbauer, Dip. ECVAA

Die sichere Entscheidung für Dein Haustier

Mögliche Risiken bei einer Vollnarkose für Tiere – wichtige Patienteninformationen

Eine Vollnarkose ist ein Zustand, bei dem der Patient bewusstlos bzw. immobilisiert ist und Schutzreflexe aufgehoben sind. Die sogenannte Anästhesie ist meist nötig, um größere operative oder minimal-invasive Eingriffe vornehmen zu können, ohne dass der Patient etwas spürt.

Obwohl eine tiefe Sedierung notwendig ist, ist die Vollnarkose dabei auch mit entsprechenden Risiken verbunden, über die ich meine Patienten umfassend aufklären möchte.

Risiken einer Narkose

Mit folgenden Risiken müssen Tierbesitzer bei der Anästhesie rechnen

Von der Muskelrelaxation, die die Vollnarkose bei Menschen, aber auch bei Tieren hervorruft, werden ebenfalls die Atemmuskeln beeinflusst. Zur Vermeidung von Risiken in Form von Atemstillständen, muss die Atmung daher manchmal maschinell unterstützt werden, um eine adäquate Ventilation und Aufnahme von Sauerstoff gewährleisten zu können. Der Flüssigkeitshaushalt kann nur teilweise durch den Patienten selbst reguliert werden, weshalb balancierte Elektrolytlösungen verabreicht werden.

Auch Schmerzen können während einer Bewusstlosigkeit nicht wahrgenommen werden, dennoch werden alle Mediatoren für eine spätere schmerzhafte Empfindung schon während des chirurgischen Eingriffs gebildet.

Aus diesem Grund müssen schmerzstillende Medikamente oder Techniken (wie eine Lokalanästhesie) schon vor dem Eingriff angewendet und bis in die postoperative Phase weitergeführt werden, um dem zu behandelnden Tieren ein schmerzfreies Erwachen und eine rasche Rekonvaleszenz zu ermöglichen.

All diese Aufgaben übernehme ich als erfahrener Veterinär und Tieranästhesist für Sie bzw. Ihr Tier. Das Ziel ist dabei, bei der notwendigen Anästhesie die Risiken für Ihren Liebling so gering wie nur möglich zu halten. Während der gesamten Narkosedauer und während des Aufwachens überwache ich die Vitalparameter des Patienten, so kann ich auf mögliche Veränderungen oder Probleme zielgerichtet und vor allem schnell regieren.

Da die menschlichen Sinne nicht frei von Fehlinterpretationen sind, kommt zusätzlich ein modernes Monitoring zum Einsatz, um objektive Daten zu erhalten. Als Minimalstandard einer Vollnarkose bei Tieren gelten die Messung von EKG, Puls und arterieller Sauerstoffsättigung, des Blutdrucks und des ausgeatmeten Kohlendioxids sowie der Anästhesiegase inkl. Sauerstoff. Je nach Krankheitsbild werden invasivere Messmethoden hinzugefügt.

So kann eventuellen Komplikationen vor, während und nach der OP entgegengewirkt werden

Die Risiken, die im Rahmen einer Vollnarkose auftreten können, sind also nicht zu unterschätzen. Vor allem Tierbesitzer sollten genau abwägen, ob eine Anästhesie für das Tier zumutbar ist. Dazu gibt es zahlreiche Studien mit Ergebnissen, die unter anderem belegen, dass zum Beispiel 50 Prozent der Tiere während der Aufwachphase versterben.

Risiken wie diese müssen Tierhalter wohl hinnehmen, wenn eine OP unumgänglich ist. Um die Gefahren der Vollnarkose für die Tiere dennoch so gering wie nur möglich zu halten, kümmere ich mich ausschließlich um einen Patienten – von der Aufnahme bis zur Aufwachphase. Sollten trotz der engmaschigen Überwachung Komplikationen auftreten, kann ich schnell eingreifen.

Auch nach dem Eingriff und der Vollnarkose bin ich für den Patienten da. Um chronische Schmerzen nach der OP zu vermeiden, tue ich alles, um Schmerzen gar nicht erst entstehen zu lassen. Hierbei setze ich auf schmerzstillende Infusionen und lokalanästhetische Techniken. Auf Wunsch stehe ich Ihnen auch in Sachen Schmerzmanagement beratend zur Verfügung.

Übrigens: Auch Vorerkrankungen Ihres Tieres oder eine Zugehörigkeit zur brachyzephalen Gruppe können die Vollnarkose beeinflussen und sollten daher im Vorgespräch unbedingt besprochen werden, um einen umfangreichen Schutz von Risikopatienten zu gewährleisten. Wenn es erwünscht ist, können Sie auch dabei sein, wenn Ihr vierbeiniger Liebling einschläft.

Anaesthesia Animalis | Dr. Christoph Peterbauer
Zum Seitenanfang